Weihnachtsgeld-Rechner 2026
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Ihr Weihnachtsgeld netto
Vereinfachte Berechnung. Tatsächliche Abzüge können abweichen.
Tipp
Weihnachtsgeld ist kein gesetzlicher Anspruch – er muss im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag vereinbart sein. Prüfe deine Unterlagen, bevor du mit einer Auszahlung rechnest.
Nächster Schritt: Weihnachtsgeld sinnvoll anlegen
Wenn du dein Weihnachtsgeld sinnvoll anlegen möchtest, eignen sich ein ETF-Sparplan für den langfristigen Vermögensaufbau oder ein Tagesgeldkonto für kurzfristige Ziele besonders gut.
Was ist Weihnachtsgeld?
Weihnachtsgeld – auch Weihnachtsgratifikation genannt – ist eine freiwillige Sonderzahlung des Arbeitgebers, die üblicherweise im November oder Dezember ausgezahlt wird. Anders als das reguläre Gehalt ist es kein gesetzlicher Anspruch, sondern eine Leistung, die im Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder durch betriebliche Übung vereinbart sein muss. Die Höhe variiert stark: Viele Arbeitgeber zahlen zwischen 50 % und 100 % eines Monatsgehalts, manche auch einen fixen Betrag.
Habe ich Anspruch auf Weihnachtsgeld?
Kein gesetzlicher Anspruch – dein Anspruch entsteht nur durch:
- Explizite Regelung im Arbeitsvertrag
- Geltenden Tarifvertrag (z. B. IG Metall, TVöD)
- Betriebsvereinbarung
- Betriebliche Übung: Wenn dein Arbeitgeber in 3 aufeinanderfolgenden Jahren freiwillig gezahlt hat, entsteht ein Anspruch
Laut Statistischem Bundesamt erhalten rund 55 % der tarifgebundenen und ca. 35 % der nicht tarifgebundenen Arbeitnehmer in Deutschland Weihnachtsgeld.
Wie wird Weihnachtsgeld versteuert?
Weihnachtsgeld gilt steuerrechtlich als sonstiger Bezug und wird nach der Differenz- oder Monatsmethode besteuert. Der Arbeitgeber ermittelt die Jahressteuer ohne und mit Weihnachtsgeld – die Differenz wird als Lohnsteuer einbehalten. In der Praxis bedeutet das: Das Weihnachtsgeld wird oft höher besteuert als das normale Gehalt, da es deinen Jahresgesamtlohn und damit deinen Durchschnittssteuersatz erhöht.
Bei sehr hohem Weihnachtsgeld (über ein Monatsgehalt) kann die Fünftelregelung Steuern sparen: Dabei wird das Weihnachtsgeld als ein Fünftel angesetzt, die Steuer berechnet und mit fünf multipliziert. Frage deinen Arbeitgeber oder Steuerberater, ob das in deinem Fall sinnvoll ist.
Weihnachtsgeld vs. 13. Monatsgehalt
| Weihnachtsgeld | 13. Monatsgehalt | |
|---|---|---|
| Gesetzlicher Anspruch | Nein | Nein (außer Tarifvertrag) |
| Typische Höhe | 50–100 % Monatsgehalt | Genau 1 Monatsgehalt |
| Zeitpunkt | November/Dezember | Oft Dezember oder aufgeteilt |
| Besteuerung | Sonstiger Bezug | Sonstiger Bezug |
| Rückzahlungsklausel | Möglich | Möglich |
Weihnachtsgeld zurückzahlen?
Rückzahlungsklauseln sind rechtlich zulässig, wenn sie klar formuliert sind. Typisch: Du verlässt das Unternehmen vor dem 31. März des Folgejahres und musst das Weihnachtsgeld ganz oder anteilig zurückzahlen. Wichtig: Die Klausel muss im Arbeitsvertrag stehen – eine mündliche Absprache reicht nicht. Prüfe deinen Vertrag, bevor du im Herbst kündigst.
Alle Angaben ohne Gewähr. Kein Ersatz für individuelle Steuer- oder Rechtsberatung.