Rentenlücken-Rechner
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Warum ist private Vorsorge wichtig?
Die gesetzliche Rente ersetzt im Schnitt nur 48–50 % des letzten Nettoeinkommens. Wer einen gewohnten Lebensstandard im Alter halten möchte, muss privat vorsorgen. Je früher Sie starten, desto kleiner ist die monatliche Sparrate – dank des Zinseszinseffekts.
Als Faustformel gilt: Das benötigte Kapital berechnet sich aus der monatlichen Lücke × 12 Monate × 20 Jahre Rentenbezug. Die notwendige Sparrate ergibt sich daraus mit einer angenommenen Rendite von 5 % p.a. (z. B. über ETFs oder Fondspolicen).
Was ist die Rentenlücke?
Die Rentenlücke beschreibt die Differenz zwischen der zu erwartenden gesetzlichen Rente und dem tatsächlich benötigten Einkommen im Ruhestand. Laut Statistischem Bundesamt beträgt die durchschnittliche Altersrente in Deutschland derzeit rund 1.200–1.400 € brutto pro Monat – viele Menschen werden damit ihren Lebensstandard kaum aufrechterhalten können. Experten gehen davon aus, dass im Ruhestand mindestens 70–80 % des letzten Nettoeinkommens benötigt werden.
Bei einem Nettoeinkommen von 3.000 € bedeutet das einen monatlichen Bedarf von rund 2.100–2.400 €. Wenn die gesetzliche Rente nur 1.200 € beträgt, ergibt sich eine Rentenlücke von 900–1.200 € pro Monat. Über 20 Rentenjahre summiert sich das auf 216.000–288.000 € – ein Betrag, der durch private Vorsorge abgedeckt werden muss.
Wie berechnet sich die gesetzliche Rente?
Die gesetzliche Rente basiert auf dem Prinzip der Entgeltpunkte. Pro Jahr, in dem du den Bundesdurchschnittslohn (2026: ca. 45.300 €) verdienst, bekommst du genau 1,0 Entgeltpunkt. Wer mehr verdient, erhält proportional mehr Punkte; wer weniger verdient, entsprechend weniger. Der aktuelle Rentenwert liegt bei rund 37,60 € pro Entgeltpunkt (West). Ein Arbeitnehmer, der 40 Jahre lang den Durchschnittslohn verdient, kommt auf 40 Punkte und damit rund 1.504 € Monatsrente brutto – vor Abzügen.
3 Wege die Rentenlücke zu schließen
1. Privates Sparen mit ETF-Sparplan: Der flexibelste und oft renditestärkste Weg. ETFs auf breite Indizes haben historisch 7–8 % p.a. geliefert. Mit einem monatlichen Sparplan kann die Rentenlücke über Jahrzehnte systematisch geschlossen werden. 2. Betriebliche Altersvorsorge (bAV): Arbeitgeber müssen seit 2019 einen Zuschuss von mindestens 15 % leisten, wenn der Arbeitnehmer Gehaltsanteile in die bAV umwandelt. Beiträge bis 302 €/Monat sind steuer- und sozialversicherungsfrei. 3. Immobilien: Eine abbezahlte Eigentumswohnung senkt die monatlichen Lebenshaltungskosten im Alter erheblich und schützt zudem vor Inflation.
Wie viel muss ich monatlich sparen?
Für 500 € zusätzliche monatliche Rente über 20 Jahre (7 % Rendite):
| Alter heute | Bis Rente mit 67 | Benötigte Sparrate ca. |
|---|---|---|
| 25 Jahre | 42 Jahre | ~100 €/Monat |
| 35 Jahre | 32 Jahre | ~200 €/Monat |
| 45 Jahre | 22 Jahre | ~430 €/Monat |
| 55 Jahre | 12 Jahre | ~1.100 €/Monat |
Je früher du anfängst, desto kleiner die monatliche Belastung. Mit unserem ETF-Sparplan-Rechner kannst du dein persönliches Vorsorgekapital berechnen.
Alle Angaben ohne Gewähr. Kein Ersatz für individuelle Steuer- oder Finanzberatung.
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