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Was ist Inflation?
Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus über Zeit. Mit jeder Preissteigerung sinkt die Kaufkraft des Geldes: Für denselben Betrag können Sie weniger kaufen als zuvor. In Deutschland lag die Inflation langfristig bei ca. 2 % p.a. – das EZB-Ziel. In den Jahren 2022/23 stieg sie zeitweise auf über 8 %.
Wer sein Geld nur auf dem Tagesgeldkonto parkt, verliert bei 2 % Inflation über 20 Jahre rund 33 % seiner Kaufkraft. Investments in Aktien oder ETFs können dem entgegenwirken.
Was ist Inflation?
Inflation beschreibt den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus über Zeit: Für dieselbe Menge Güter und Dienstleistungen musst du mehr Geld bezahlen als früher. Gemessen wird sie durch den Verbraucherpreisindex (VPI), den das Statistische Bundesamt monatlich erhebt. Der VPI basiert auf einem repräsentativen Warenkorb von rund 650 Gütern und Dienstleistungen aus 12 Hauptgruppen – von Nahrungsmitteln über Energie bis zu Bildung und Freizeit.
Für Sparer bedeutet Inflation: Geld, das nicht investiert wird, verliert real an Wert. 10.000 € auf einem unverzinsten Konto sind bei 3 % Inflation nach 10 Jahren real nur noch 7.374 € wert – ein Kaufkraftverlust von 26 % ohne einen einzigen Cent ausgegeben zu haben.
Historische Inflation in Deutschland
| Zeitraum | Ø Inflationsrate | Besonderheit |
|---|---|---|
| 1990–2000 | ~2,5 % | Wiedervereinigungseffekte |
| 2000–2010 | ~1,7 % | Stabiles Umfeld |
| 2010–2020 | ~1,4 % | Niedriginflationsphase |
| 2021–2023 | ~5,8 % | Energiekrise, Lieferketten |
| 2026 | ~2,5 % | Normalisierung |
Inflation und Geldanlage
Tagesgeld und Festgeld schützen aktuell (3–4 % p.a.) bei moderater Inflation von ~2,5 % einigermaßen vor Kaufkraftverlust. Langfristig ist das aber keine sichere Strategie. Aktien und ETFs gelten als bester langfristiger Inflationsschutz: Unternehmen können ihre Preise erhöhen, wenn die Inflation steigt, und geben diesen Vorteil an Aktionäre weiter. Historisch haben breit gestreute Aktien-ETFs die Inflation deutlich übertroffen. Immobilien bieten ebenfalls Inflationsschutz, da Mieten und Immobilienwerte tendenziell mit der Inflation steigen – allerdings verbunden mit erheblichem Kapitalbedarf und eingeschränkter Liquidität.
Die EZB und das 2 %-Ziel
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ein offizielles Inflationsziel von 2 % pro Jahr für den Euroraum. Diese moderate Inflation gilt als wirtschaftlich gesund: Sie hält die Konsumenten zum Kaufen an (statt Geld zu horten) und gibt Unternehmen Preissetzungsspielraum. Zu niedrige Inflation (Deflation) ist gefährlich, weil sie Investitionen hemmt und zu wirtschaftlicher Stagnation führt. Die EZB steuert die Inflation primär über den Leitzins – hohe Zinsen bremsen die Wirtschaft und damit auch die Preise.
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